WM - Berlin 2013

Das Team

Way to Berlin …

Seit einem Jahr hatten wir auf unsere Reise nach Berlin hin gefiebert. Am 26.7. um 1:10 Uhr ging es endlich los. 600 Kilometer und gute 8 Stunden Auto fahrt lagen vor uns. Die Startbox war gut gesichert und „Nurmson“ ,unser Pferd für Berlin, hatte seinen Platz in der Box bezogen. 

Doch schon in Schwäbisch Gmünd wurden wir Opfer von Baustellen und Umleitungen und standen schon das erste Mal in einer Sackgasse. Doch das Wenden mit einem Geschoss das … ist nicht so einfach. Zum Glück ist nachts um halb 2 so gut wie kein Verkehr und wir konnten problemlos die ganze Straße zum Wenden nehmen. Nach einem kurzen Tankstop vor der Autobahnauffahrt in Aalen waren wir dann nicht mehr zu halten. Schnell hatten wir Nürnberg passiert und waren im Morgengrauen in Leipzig. Das letzte Stück ist ja bekanntlich immer das gefühlt längste.

Um 9:30 Uhr hatten wir dann endlich die Stadtgrenze von Berlin passiert. Überall waren schon Plakate von der WM und der groß angekündigten Horse Power Show zu sehen. Dann hatten wir endlich unser Ziel erreicht. Die Treskowallee 129. Dort wurden wir dann von Organisator Carsten Eckert empfangen. Dieser führte uns dann ganz stolz herum und zeigte uns alles. Jedoch konnte man nur mit viel Fantasie erahnen was für eine Veranstaltung schon ein einer Woche hier stattfinden sollte. Überall wuselte es vor Helfern. Die Tribüne, die Zelte für die Aussteller und die Boxenzelte für Sport- und Schaupferde mussten noch aufgebaut werden. Die Bahn wurde noch hübsch gemacht und auf der Haupttribüne der Trabrennbahn wurde fleißig gestrichen.

Am späten Nachmittag konnten wir uns dann endlich daran machen Nurmson aus- und die Startbox abzuladen. Nurmson bezog so lange bis es seinen endgültigen Platz auf der Paddockwiese einnehmen konnte eine Box im Boxenzelt. Die Startbox wurde direkt auf der Passbahn befestigt.

Eine Woche später …

Also wir am 2.8. wieder in Berlin eintrafen war dort bereits schon reges Treiben. Die ersten Nationen aus aller Welt waren bereits angereist, auf der Oval- und Passbahn wurde bereits fleißig geritten. Und die Teamcamps der verschiedenen Nationen füllten sich langsam.

Am Abend hatten wir ein Treffen mit dem internationalen Sportdirektor der FEIF Herrn Mazeland. Er hatte noch ein paar Kleinigkeiten gefunden, die wir an der Startbox ändern mussten, war aber im Allgemeinen mit der Startbox sehr zufrieden. Dann fand noch ein Treffen mit Martin Heller aus der Schweiz und Arno Braschl aus Österreich statt. Von diesen Herren wurde die Zeitmessanlagen gestellt. Nun begann wieder die übliche Suche nach dem perfekten Platz für die Startschalter. Gott sei Dank gibt es in Berlin an jeder Ecke einen Baumarkt. So konnten die verschiedensten Schalter, Kabel und Sensoren gut befestigt werden. Am Mittwochabend fand die Generalprobe mit allen Helfern statt. Herr Mazeland verteilte an jeden der Helfer einen genauen Plan wie das Rennen abläuft. Dann wurden die Helfer auf Ihre jeweiligen Posten einteilt und es wurden verschiedene Starts geprobt. Hias, Micha, Jens Füchtenschnieder und Gerald Kohl hatten die zwei vorderen Türen und Anja und Steffi die zwei hinteren Türen zu Ihrer Aufgabe.

Dann waren die Tage an denen die Passrennen stattfinden sollten endlich gekommen. Am Freitag waren die Läufe 1 + 2 über 250 Meter. Alle Helfer waren versammelt, der Richter Florian Schneider „zwischen“ den Boxen und die Reiter waren bereit. Die Türen wurden mit neuen Gummispannern ausgestattet und noch einmal gefettet dann konnte es endlich losgehen. Nach knapp 1,5 h waren alle Reiter zwei Mal gestartet und waren rund um zufrieden. Die Startbox hat wunderbare Dienste geleistet und stand wie angewurzelt auf Ihrem Platz auf der Passbahn. Selbst als das Pferd einer schwedischen Reiterin stieg und sich gegen die hintere Tür drückte hat sie keinen Millimeter nachgegeben.

Die Läufe 3 + 4 am Samstagnachmittag sind ebenfalls reibungslos abgelaufen. Und am Ende konnten sich Konrád Valur Sveinsson aus Island von den jungen Reitern und Beggi Eggertsson ebenfalls aus Island von den Erwachsenen als die neuen Weltmeister feiern lassen.

Im Laufe der WM Woche ist eine junge Dame auf uns zugekommen die gerade einen Film dreht und ebenfalls gerne die Startbox aufzeichnen möchte. So haben wir unsere Rückfahrt von Sonntagabend auf Montagmittag verschoben. Die Dreharbeiten begannen pünktlich um 8:30 Uhr am Montagmorgen. Die Reiter (Kai Anna und Svenja Braun) und die Startbox waren bereit. Das Einreiten in die Box, die Starts und mehrere Rennen wurden gefilmt. Gegen 11 Uhr waren alle Aufnahmen im Kasten. Die Startbox wurde wieder auf dem Anhänger gesichert und „Nurmson“ in einer Box verladen.

Wohlbehalten sind wir am Montagabend wieder auf dem „Berg“ angekommen.

Bericht von Steffi Nuding